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Damast-Stähle (technisch: Schweiß-Verbundstähle) sind durch Feuerschweißen und wiederholtes Falten aus zwei oder mehr Sorten Stahl und Eisen (oder anderem Material, z.B. Nickel) entstandene Kombinationen, deren Eigenschaften sich durch Materialauswahl, Lagenzahl, Klingenaufbau und Härtung in sehr weiten Grenzen ändern lassen. Zwei Gemeinsamkeiten haben diese traditionellen Stähle: sie sind prinzipiell alle rostend, da sich hochchromhaltige Stähle nicht auf herkömmliche Art feuerschweißen lassen, und sie sind gut nachschärfbar. Mit Vorkehrungen gegen das Oxidieren lassen sich allerdings auch rostfreie Stahlsorten feuerverschweißen.
Ein weiteres gemeinsames Merkmal aller Damaststähle ist die interessante, sich niemals völlig gleichende Oberflächenstruktur der Klingen, die durch die verschiedenen Lagen gebildet und durch das Ätzen in heißer Schwefelsäure und abschließendes Polieren hervorgehoben wird. Die Anzahl der Lagen richtet sich dabei nach persönlichem Geschmack und in einigen Fällen nach gewünschtem Gegenstand. So haben zum Beispiel japanische Schwerter eine extrem hohe Lagenzahl (2 Millionen Lagen).
Die Vielfalt der Klingenaufbauten und Damastmuster ist so immens, daß wir an dieser Stelle nur die wichtigsten nennen können.
Grundsätzlich kann man folgende Sorten unterscheiden:
- Schichtdamast: Diese Gruppe umfaßt alle Sorten, bei denen die Lagen parallel in der Klinge liegen; z.B. Wilder Damast, Band- oder Wellendamast, gestempelter Damast (wie kleine und große Rosen, kleine und große Pyramiden, große Rauten usw.).
- Mosaikdamast: hierbei werden oftmals regelrecht Bilder aus unterschiedlichen Stählen zusammengesetzt. Die Klingen werden meistens quer aus dem Schweißpaket geschnitten. Die Herstellung dieser Art ist im Schmiedefeuer bei komplizierten Aufbauten fast unmöglich und wird in der Regel mit Hochdruckpressen durchgeführt.
- Torsionsdamast: er besteht als Ausgangsmaterial aus einem Schichtdamast mit ca. 7 bis 32 Lagen. Das Paket wird in Stabform ausgeschmiedet und tordiert. Diese Stäbe werden aufeinander gelegt, meistens abwechselnd rechts und links tordiert, und miteinander verschmiedet. Die Klingen werden im Allgemeinen mit 1 bis 4 Strängen ausgeführt. Bei Aufbauten mit geschichtlich gesehen 7 oder dem Vielfachen an Lagen, z.B. 21 Lagen, oder einer ungeraden Anzahl von Bändern, spricht man von spricht man von "Türkischem Damast". Oft wird bei diesen Klingen zusätzlich eine Schneidleiste aus Monostahl oder Schichtdamast aufgesohlt, um die Schneideigenschaften zu verbessern; bei den relativ niedrigen Lagenzahlen wäre sonst zu viel aufeinanderfolgendes weicheres Material in der Schneide. Einen solchen Aufbau nennt man auch dann auch konsequenterweise "Türkischer Damast mit aufgesohlter Schneidleiste".
In neuerer Zeit wird auch oft ein einziges größeres Damastpaket aus vielen Schichten tordiert und z.B. zu einer Klinge ausgeschmiedet = Torsionsdamast. Das entspricht nicht dem traditionellen Torsionsdamast und hat für eine Klinge einen Nachteil, da sie bei seitlicher Belastung recht schnell brechen kann.
- Drahtdamast: ein geeignetes Drahtseil (großer Durchmesser, hoher Stahlanteil) wird verschmiedet.
- Kettensägendamast: durch Verschmieden der Kette einer Motorsäge entsteht ein interessantes Damastmuster.
Die große Schwierigkeit bei den beiden letztgenannten Arten ist, die Stähle ohne Zerstörung des Musters so zu verschmieden, daß keine größeren Fehler zurückbleiben.
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